Seit wann, warum und auf welche Weise begehen wir eigentlich Monatsfeiern?

Als 1919 in Stuttgart die erste Waldorfschule gegründet wurde, feierte man ‚Schulfeste‘ im monatlichen Abstand, die dann aber schon bald ‚Monatsfeiern‘ genannt wurden. Rudolf Steiner riet, jeweils etwas „wie ein Gedankensammeln über den Monat…“ vorzustellen. Mit guten Gründen hielt er Donnerstage als besonders geeignet für solche Aufführungen. Damit war die bis heute währende Tradition begründet.

Die Monatsfeiern sind inzwischen seltener geworden. An der Ita Wegman Schule werden etwa viermal jährlich ‚Monatsfeiern‘ veranstaltet. Jede Monatsfeier wird jedoch zweimal aufgeführt. Donnerstags kommen alle Klassen und Mitarbeiter zur internen Monatsfeier zusammen. Am darauf folgenden Samstag findet die öffentliche Monatsfeier statt, zu der die Eltern, Verwandten, Freunde und alle Interessierten eingeladen sind.

Klassenweise präsentieren sich die festlich gekleideten oder kostümierten Schüler auf der Bühne des Festsaales und tragen mit überzeugender Mimik Spielszenen, sprachgewaltig Gedichte oder Epochenhefttexte vor. Selten fehlen eurythmische Darbietungen. Gelegentlich wird das Programm ergänzt durch Puppenspiele, Akrobatik oder besondere künstlerische Fertigkeiten. Klassenorchester, Chöre oder Solisten sollen natürlich auch zu hören sein. Ziel vieler Vorführungen ist es, den durchgenommenen Stoff künstlerisch (um)gestaltet noch einmal auf der Bühne vorzustellen. So bleibt manches für die Klassen viel nachhaltiger in Erinnerung.

Anderes wird zusätzlich für Monatsfeiern einstudiert und bereichert dadurch das Unterrichtsangebot. Jeder Mitwirkende empfindet das besondere Interesse der Schulgemeinschaft an seinen Leistungen und an seiner Entwicklung als Motivation.

Einen ausführlicheren Artikel zum Thema "Monatsfeiern" finden sie, wenn sie hier klicken: Monatsfeiern - ausführlich.